Rede von Birthe Leemeijer

Dokkum 05-2018

Rede bei der Eröffnung der “11fountains” am 18. Mai 2018.

DOKKUM – BIRTHE LEEMEIJER

Heute treffen wir uns zum ersten Mal auf dem neu gestalteten Markt in Dokkum. All, was wir hier sehen, wurde mit einer enormen Menge Energie und Ausdauer erreicht.

„Wird er jemals Wirklichkeit?“ War der Untertitel meines Skizzenentwurfs für den Markt und für den Eisspringbrunnen. Schauen Sie mal, was bis jetzt bereits geschehen ist. Die erste Phase ist abgeschlossen: Ein neuer Platz voller Bäume, die sich im Herbst rot färben, ein Treffpunkt, der die reiche Vergangenheit und die Gegenwart miteinander verbindet. Vor fast 1.300 Jahren fällte Bonifatius die heilige Eiche, die von den Friesen verehrt wurde. Der Bund mit den großen Kräften aus der Natur wurde gebrochen.

Die Folgen des Brechens, dieses Bundes sind spürbar. Die Chance, dass die Elf-Städte-Tour mit Schlittschuhen gelaufen wird, wird immer kleiner. Aber im Schatten dieser Bäume wird der Eisbrunnen stehen. Mit Hilfe von grüner Energie wird die verlorengegangene Kälte auf dem Brunnen wiedergefunden. An einem Tag in großen Mengen und dramatisch, am nächsten Tag wie eine dünne Reifschicht. Der Springbrunnen verändert sich mit den Wetterverhältnissen.

Wir wussten, dass es nicht einfach sein würde, den Eisspringbrunnen herzustellen. Der Weg, den wir zurückgelegt haben, war forschend und lang. Dieser konnte nicht im Voraus bestimmt werden.
Aber, um mit Dokkumer Worten zu sprechen, der Wendepunkt wurde erreicht. Das Finish kommt bei Rückenwind in Sicht! Das gilt auch für den ersten Eindruck von der Skulptur, die jetzt aus dem Eis gehackt wird, damit sie schon einmal kurz sichtbar ist.

In den letzten Jahren habe ich viele Menschen aus Dokkum kennengelernt. Mir ist aufgefallen, mit wieviel Leidenschaft hier geredet und gearbeitet wird. Es ist großartig, dass wir dies alle gemeinsam erreicht haben.

Ich hoffe, hier alle wiederzusehen, wenn der Eisbrunnen enthüllt wird. Soweit es mich betrifft, so schnell wie möglich.

Bis dann!