Die Oort‘sche Wolke Jean-Michel Othoniel

Franeker
Der Brunnen ist eine Hommage an den weltberühmten, in Franeker geborenen Astronomen Jan Hendrik Oort. Seine Annahme, dass sich rund um unser Sonnensystem eine „Wolke“ aus Milliarden von kometenartigen Objekten bewegt, stellte einen Durchbruch in der Astronomie dar. Der Brunnen ist als eine Reihe von Wasserfällen konstruiert, die aus einer Schale entlang einer senkrechten Kette aus dunklen Perlen in das Becken herabströmen. Eine der Perlen ist silbern wie der Mond, eine andere ist vergoldet, in der Farbe der Sonne. Die Oort‘sche Wolke selbst ist ein Nebel aus feinen Tröpfchen, die aus einem goldenen Gitterwerk in die Schale fallen.
Neues Kulturerbe
in den Friesischen Elf Städten
Neues Kulturerbe
in den Friesischen Elf Städten

Jean-Michel Othoniel
(Frankreich, 1964) wohnt in Paris
Jean-Michel Othoniel erwarb große Bekanntheit durch seine experimentelle Verwendung von Murano-Glas, aus dem er in Form von großen „Perlen“ vielfarbige, poetische Skulpturen erschafft. Sie sind in großen internationalen Museen und bei Sammlern zu finden, doch sie verleihen auch an zahlreichen Orten dem öffentlichen Raum neuen Grandeur. Ein Beispiel ist der Metro-Eingang, den er im Jahr 2000 für die Station Palais Royal – Musée de Louvre gestaltete. Othoniel lässt sich gerne von der Geschichte oder Architektur eines Ortes inspirieren. „Les Belles Danses“ beispielsweise, der große Brunnen, der 2015 am Schloss von Versailles enthüllt wurde, beruht auf eine Choreographie für Ludwig XIV. Es ist das erste ständige Kunstwerk im Schlossgarten seit dem Tod des Sonnenkönigs. 2016 wurde Othoniels Neugestaltung der Kathedrale von Angoulême enthüllt, komplett mit neuen Bodenmotiven und Buntglasfenstern. Im selben Jahr wurde am IJ-Ufer in Amsterdam das von ihm entworfene Aids-Denkmal aufgestellt.

www.othoniel.fr

Brunnen