Kibitz Lucy & Jorge Orta

Sloten
„Kibitz“ zeigt ein Mädchen, das auf den Schultern eines Mannes steht. Sie hält einen Vogel in ihren Händen. Unter den Füßen des Mannes bildet ein unordentlicher Stapel aus Eimern, Kanistern und Schüsseln die Basis des Brunnens. Diese Allzweckbehälter und das reichlich hinein und heraus strömende Wasser erinnern daran, dass unsere Gesellschaft im Überfluss über etwas verfügt, was woanders in der Welt nicht selbstverständlich ist: Wasser - die Quelle des Lebens. Der Vogel, den das Mädchen umsorgt, ist ein Kibitz, eine Vogelart, die in Friesland von der intensiven Landwirtschaft und Viehzucht bedroht wird.
Neues Kulturerbe
in den Friesischen Elf Städten
Neues Kulturerbe
in den Friesischen Elf Städten

Lucy & Jorge Orta
(Großbritannien, 1966; Argentinien, 1953) wohnen in Paris

Die Skulpturen, Installationen, Stickereien und architektonischen Konstruktionen des vielseitigen Künstlerehepaars stehen vollkommen im Zeichen der Nahrungsmittel-, Wasser- und Umweltproblematik. Doch auch die Immigrations- und Flüchtlingspolitik sind Themen. Dabei suchen sie nachdrücklich unsere Teilnahme. Bei „The Meal“ beispielsweise, einem langjährigen Projekt, das in vielen Städten der Welt stattfindet, sitzen hunderte Menschen an langen, festlich gedeckten Tischen, die jeweils ganz im Zeichen eines der Themen der Künstler stehen, wie z.B. Brot oder Trinkwasser. Die Themen zeigen sich auch in den von den Künstlern entworfenen Tischdekorationen. Für ihre intensiven Forschungsprojekte in der Antarktis und dem Amazonasgebiet arbeiten die Ortas eng mit Wissenschaftler, NGOs und der lokalen Bevölkerung zusammen. Die Exkursionen münden in bemerkenswerten thematischen Ausstellungen. Lucy & Jorge Orta bekamen verschiedene Preise, darunter 2007 vom Nobel Peace Center in Oslo den „Green Leaf Award für künstlerische Exzellenz mit einer umweltbewussten Botschaft“.

www.studio-orta.com

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Brunnen