Der Fischbrunnen für Stavoren Mark Dion

Stavoren
Das Meer gibt, das Meer nimmt. Stavoren, einst eine reiche Hansestadt, kann ein Lied davon singen. Überschwemmungen, Seehandelskriege, ein versandender Hafen: mehrere Male versank die Stadt in Armut. Doch jedes Mal stand sie wieder auf, und Seefahrt und Fischerei brachten neuen Wohlstand. Volksmärchen wie „die Frau von Stavoren“ erzählen von dieser wechselhaften Geschichte. „Der Fischbrunnen für Stavoren“ fügt eine auf einem altem Druck beruhende, symbolische Wendung hinzu: „Wie große Fische kleine fressen!“ Wir sehen, wie das riesige offene Maul eines mächtigen Fischs den Menschen, der sich entlang den wasserspeienden Lippen ins Innere wagt, verschluckt. Wie rettet man sich vor so viel Übermacht?
Neues Kulturerbe
in den Friesischen Elf Städten
Neues Kulturerbe
in den Friesischen Elf Städten

Foto: Wietze Landman

 

Mark Dion
(USA, 1961) wohnt in New York

Das vielseitige Werk von Mark Dion ist eine einzige große Studie der Art, wie offizielle Institutionen unser Verständnis der Geschichte, der Wissenschaft und der Natur formen und bestimmen. Dion taucht dafür tief in die Geschichte eines Themas oder eines Ortes ein und bringt wie ein Archäologe allerlei verborgene Aspekte zum Vorschein, die er auf seine eigene Weise ordnet und sortiert, häufig in „wunderkammerartigen“ Installationen. Dies führt häufig zu erstaunlichen neuen Erkenntnissen. Dions Werk ist humorvoll, doch hat auch Kanten zum Anecken, vor allem, wenn es um unseren Umgang mit dem Tierreich geht. So hat er 2016 mit seinen Installationen für das Drents Museum die Jagd humorvoll, aber doch deutlich kritisiert. Dion hat viele internationale Projekte und Ausstellungen unter seinem Namen laufen, und große Museen, wie das MoMa in New York und die Tate Gallery in London, besitzen Werke von ihm.

www.tanyabonakdargallery.com

 

 

Brunnen