Der Eisbrunnen Birthe Leemeijer

Dokkum
Die Form des Eisbrunnens erinnert an eine Eisskulptur, die während des strengen Winters 1963 im zurückgehenden Wasser der schmelzenden Nordsee entstanden war. Der Eisbrunnen erinnert auch an die Vergangenheit von Dokkum, die einst eine wichtige Hafenstadt war, bevor das Meer sich zurückzog. Und an Dokkum als dramatischer Wendepunkt in dem legendären Elf-Städte-Schlittschuhrennen. Die Eisbildung des Brunnens hängt von der Menge an erneuerbarer Energie ab, die mittels Sonnenkollektoren erzeugt wird. Je mehr Sonne, desto mehr Eis wird produziert. Der Eisbrunnen wird von Bäumen umgeben, die sich im Herbst rot färben und damit an das Martyrium von Bonifatius erinnern. Er wurde im Jahre 754 in Dokkum ermordet.
Neues Kulturerbe
in den Friesischen Elf Städten
Neues Kulturerbe
in den Friesischen Elf Städten

Birthe Leemeijer
(Niederlande, 1972) wohnt in Haarlem

Birthe Leemeijer ist bekannt für die Gründlichkeit, mit der sie sich in die Geschichte eines Ortes vertieft und für ihre Ausrichtung auf die persönliche Erfahrung und Beteiligung des Besuchers. Immer dreht es sich dabei um das physische und sinnliche Erlebnis der Natur und der Landschaft, doch beiläufig werden auch die verborgenen sozialpolitischen Aspekte angesprochen. So stellt sie mit dem Projekt „Die unbegrenzten Gärten“ die aus Asien stammende Tulpe als eine Art Migrant dar und weist auch subtil darauf hin, dass die Tulpenmanie des 17. Jahrhunderts eine der ersten Krisen des Kapitalismus verursacht hat. Leemeijer arbeitet am liebsten mit lokalen Gruppen und Wissenschaftlern zusammen. Sie bekam zahlreiche Aufträge für Arbeiten im öffentlichen Raum und stellt in führenden Museen und Kunsteinrichtungen in den Niederlanden und den USA aus. Ihr Werk wurde verschiedene Male ausgezeichnet.

www.birtheleemeijer.nl

Brunnen