Der Brunnen von Fortuna Stephan Balkenhol

Sneek
Auf einer goldenen Kugel mitten im Wasser steht ein Mann mit einem Füllhorn. Das Standbild bezieht sich auf Fortuna, die Göttin des Glücks und die Schutzherrin von Städten, Familien und Völkern. Das überfließende Horn symbolisiert den materiellen Wohlstand des Glücklichen, der damit in Berührung kommt. Doch die goldene Kugel dreht sich fortwährend um ihre eigene Achse, sodass das Wasser, ebenso wie der Zufluss aus dem Brunnen, eine unberechenbare wilde Kraft wird. Der Überfluss, der sich zufällig über uns ergießt, kann uns vom Schicksal genauso schnell wieder genommen werden. Schauen Sie nur auf die Historie von Sneek.
Neues Kulturerbe
in den Friesischen Elf Städten
Neues Kulturerbe
in den Friesischen Elf Städten

Stephan Balkenhol
(Deutschland, 1957) wohnt in Deutschland und Frankreich
Stephan Balkenhol hatte in den 80er-Jahren seinen internationalen Durchbruch mit aus Holz gehackten Menschenfiguren, was zu dieser Zeit sehr ungewöhnlich war. Die Skulpturen zeigen, selbst wenn sie später in Bronze gegossen wurden, immer deutliche Spuren von Hammer und Meißel, mit denen der Künstler die Figuren aus einem Baumstamm geschlagen hat. Gesichtsausdruck und Kleidung der Figuren sind neutral, sodass der Betrachter sich selbst eine Geschichte dazu ausdenken kann. Doch die leichte Ironie, mit der Balkenhol die menschliche Spezies betrachtet, wird kaum jemandem entgehen. Das sickert auch bei seinem Werk im öffentlichen Raum durch, bei dem er sich häufig auf die Geschichte einer Stadt oder eines Ortes bezieht. Ein viel diskutiertes Werk ist die Skulptur eines Mannes in der Themse. Viele Menschen dachten, dass dort jemand ertrinkt. Balkenhols Skulpturen findet man weltweit in vielen Städten und auch in zahlreichen großen Museen und Galerien. Er gilt als einer der wichtigsten zeitgenössische Bildhauer.

www.stephenfriedman.com
www.akinci.nl

Brunnen